Erinnerungsgang 2017

10.11.2017 | 15:00 Uhr Erinnerungsgang | Start im Innenhof der Landesbibliothek am Pferdemarkt

Erinnerungsgang 2017


Mit dem Erinnerungsgang wird jedes Jahr der Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Oldenburgs gedacht, die durch die Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Anlass ist der Jahrestag der Pogromnacht, in deren Folge jüdische Männer unter den Augen der Oldenburger Bevölkerung von der Polizeikaserne zum Gerichtsgefängnis getrieben wurden.
Während des Ganges werden in diesem Jahr kleine Holzwürfel durch die IGS Kreyenbrück verteilt. Unser dringender Wunsch, Erinnerung festzuhalten, wird dadurch greifbar und bleibt nicht auf wenige Augenblicke begrenzt. Die Würfel sind daher „Denkmäler im Hosentaschenformat“, die im Alltag an das Unbegreifliche erinnern und dem Vergessen vorbeugen helfen.
Als Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur und im Hinblick auf die politische Situation in der Welt nimmt das Erinnern an die Gräuel der nationalsozialistischen Diktatur einen besonders hohen Stellenwert ein. Daher hat die IGS Kreyenbrück für den Erinnerungsgang den Leitgedanken „Erinnerung festhalten“ gewählt.

(Text IGS Kreyenbrück) http://www.erinnerungsgang.de/aktuell/

Einladung zum „Tag der offenen Tür“ im Kulturzentrum RomnoKher

in der Stedinger Straße 45a, 26135 Oldenburg, am 12. November ab 13.00 Uhr

Liebe Leser*innen

der Verein für Sinti und Roma in Oldenburg e.V. ist in den letzten Monaten sehr beschäftigt gewesen: wir haben in Osternburg eine Fabriketage von ca 200 qm renoviert und eingerichtet. Zum Tag der Offenen Tür laden wir Sie herzlich ein unser Kulturzentrum Anna-Schwarz-Romnokher zu besuchen.
(ab ca 15.30 stellen wir unseren kreativen Bereich vor und zeigen einfachen Siebdruck, Stempel und Schablonendruck)

Dieses Jahr veranstaltet die Stadt Oldenburg die Reihe „Polen Begegnungen“ mit vielen Veranstaltungen. Hierzu wollen wir einen Beitrag hinzufügen: die Geschichte der RomaDichterin Papusza. Ihre Wiederentdeckung in Polen rief das Leiden der polnischen Roma im Faschismus aus dem kollektiven Gedächnis in Erinnerung.

Es sind zu Gast:
Phenjoripe Anna Debicka, Katjusha Kozubek & Oliwia Nowaczyk (Germany/Poland)
Barono Schwarz Ensemble „Sinti Swing Oldenburg“

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Faire Supermärkte?!

"Faire Supermärkte?!"

Kleine Informationsausstellung

 

Zentrum „MaroKher“ des Freundeskreises für Sinti und Roma in Oldenburg e.V.
Münnichstraße 37, Oldenburg-Kreyenbrück

Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag, 11 – 18 Uhr, Freitag, 11 – 14 Uhr

Ausstellungsdauer: 03. - 14. April 2017

Ein Beitrag für das Projekt "Fair Trade Town Oldenburg"

Im Rahmen des europäischen FOOD VISION Fotowettbewerb 2015 entstanden Bilder von Menschen aus ganz Europa, die ihre Visionen einer fairen Zukunft zeigen. Eine Ausstellung der Christlichen Initiative Romero*.

der Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V. zeigt bis zum 14. April in seinem Zentrum "MaroKher" in der Münnichstr. 37, Oldenburg-Kreyenbrück eine kleine Informationsausstellung zu den Themen Lebensmittelproduktion in den Ländern des Südens, Preiskampf der Einzelhändler, Müllaufkommen, Klimawandel und entwicklungspolitische Verantwortung. Ein Beitrag für das Projekt "Fair Trade Town Oldenburg". Die Ausstellung soll zur Meinungsbildung beitragen und anregen, persönlich Verantwortung als Konsument*in zu übernehmen. Der Eintritt ist frei.

Ein Gemeinschaftsprojekt von:
Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V.
Ökumenisches Zentrum Oldenburg e.V.
Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V.

Weitere Informationen:
Christel Schwarz   - 0171 - 777 00 78
Ulrich Hartig        - 0157 - 74 50 33 27 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

*Eine Stimme für Gerechtigkeit!

Die Christliche Initiative Romero (CIR) setzt sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Ländern Mittelamerikas ein. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen in Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Honduras sowie die Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland. Ziel ist, durch solidarisches Handeln eine Brücke zwischen den Ländern des Südens und Deutschland zu schlagen. Im Sinne ihres Namensgebers, des 1980 ermordeten salvadorianischen Erzbischofs Oscar Arnulfo Romero, setzt sich die Christliche Initiative Romero gegen Ungerechtigkeitsverhältnisse ein und ergreift Partei für die Armen.

Die Verfolgung der Sinti und Roma in der NS-Zeit

Aus Niedersachsen nach Auschwitz

Ausstellung Stadtmuseum Oldenburg vom 20. Februar bis zum 19. März 2017
Di – So, 10 – 18 Uhr geöffnet. Montag geschlossen.

Eröffnungsveranstaltung

Am 20. Februar 2017 um 18.00 Uhr, Stadtmuseum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4 – 8, 26121 Oldenburg
Begrüßung Frau Bürgermeisterin Christine Wolff
Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V. und
Freundeskreis der Sinti und Roma in Oldenburg e.V., Christel Schwarz

Die Verfolgung der Sinti und Roma in Oldenburg.

Vortrag Dr. Hans Hesse

Einführung in die Ausstellung

Boris Erchenbrecher, Historiker

Musikalische Begleitung

Ensemble „Sinti-Swing Oldenburg“

Zusatzveranstaltungen siehe PDF

Die Ausstellung

Im März 2017 jährt sich die große Deportation der Sinti und Roma aus dem Deutschen Reich in das „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau. Die letzte Stufe ihrer Verfolgung durch das NS-Regime, der planmäßige Genozid, begann. Unter den über 13.000 deportierten Männern, Frauen und Kindern waren auch mindestens 700 Sinti aus Niedersachsen. Die Ausstellung nimmt den Jahrestag zum Anlass, um an das Schicksal der niedersächsischen Sinti unter dem NS-Regime zu erinnern.

Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Stufen und die Besonderheiten der Verfolgung der Sinti und Roma. Bereits 1938 und 1940 erfolgten planmäßig Verhaftungswellen, die für viele den Tod in Konzentrationslagern zur Folge hatten. Eingegangen wird auch auf die Problematik der Bestrafung der Täter und der Wiedergutmachung für die Opfer. Auch die Geschichte der „Zigeuner“ vor dem Nationalsozialismus wird anhand niedersächsischer Quellen dargestellt.

Gezeigt werden Dokumente, Schriftstücke und alte Fotografien, die von der Ausstellung erstmalig 2003 veröffentlicht wurden. Eine große Anzahl Zeitzeugen aus niedersächsischen Städten kommt auf den ausgestellten Tafeln zu Wort. DVD-Installationen zeigen Interviews mit Überlebenden und Arbeiten von Schülern.

Themen der Tafeln der Ausstellung

  • Geschichte der „Zigeuner“ in Niedersachsen
  • Leben und Arbeit in den zwanziger Jahren
  • „Zigeunerforschung“ in der NS-Zeit
  • „Erfassen“ und „Festsetzen“ als Voraussetzung der Deportation
  • Zwangsumsiedlung in kommunale Sammellager
  • Zwangssterilisationen an Sinti und Roma Juni 1938.
  • „Aktion Arbeitsscheu Reich“
  • Der polizeiliche Verfolgungsapparat
  • Die Deportation in das besetzte Polen 1940
  • Die Auschwitz-Deportation vom März 1943
  • Leben und Sterben im „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau
  • Sinti-Kinder als Deportationsopfer
  • Jugendliche Sinti in „Arbeitserziehungs- und Jugendschutzlagern“
  • Die finanzielle Ausplünderung der Deportierten
  • Spätere Deportationen nach Auschwitz
  • Protest und Hilfe
  • Überleben im Untergrund
  • Vernichtung und Überleben durch Arbeit
  • Das Inferno: Sinti und Roma in Bergen-Belsen
  • Der Umgang mit den Tätern nach 1945
  • In der Nachkriegszeit: Wiedergutmachung für die Opfer? ...und heute?

Anmeldungen

Schulklassen und Gruppen können sich für kostenlose Führungen durch einen Historiker anmelden.

Beratungsstelle für Sinti und Roma: 0511-79 60 61 oder 0157 - 74 50 33 27
oder 0157 - 74 50 33 27 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kontaktadressen:

Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V. Schaumburgstr. 3 - 30419 Hannover Tel. 0511/79 60 61 - Fax 0511/79 10 70

Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V. - Münichstraße 37, Tel. 0171- 777 00 78 - E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. Cloppenburger Straße 109, 26135 Oldenburg Mobil: 0157 - 74 50 33 27 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - www.fluchtmuseum.de

Die Ausstellung in Oldenburg wird gefördert von der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten

Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V. in Zusammenarbeit mit dem Historischen Seminar der Universität Hannover

Veranstalter*in: Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V. und Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V.