Faire Supermärkte?!

"Faire Supermärkte?!"

Kleine Informationsausstellung

 

Zentrum „MaroKher“ des Freundeskreises für Sinti und Roma in Oldenburg e.V.
Münnichstraße 37, Oldenburg-Kreyenbrück

Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag, 11 – 18 Uhr, Freitag, 11 – 14 Uhr

Ausstellungsdauer: 03. - 14. April 2017

Ein Beitrag für das Projekt "Fair Trade Town Oldenburg"

Im Rahmen des europäischen FOOD VISION Fotowettbewerb 2015 entstanden Bilder von Menschen aus ganz Europa, die ihre Visionen einer fairen Zukunft zeigen. Eine Ausstellung der Christlichen Initiative Romero*.

der Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V. zeigt bis zum 14. April in seinem Zentrum "MaroKher" in der Münnichstr. 37, Oldenburg-Kreyenbrück eine kleine Informationsausstellung zu den Themen Lebensmittelproduktion in den Ländern des Südens, Preiskampf der Einzelhändler, Müllaufkommen, Klimawandel und entwicklungspolitische Verantwortung. Ein Beitrag für das Projekt "Fair Trade Town Oldenburg". Die Ausstellung soll zur Meinungsbildung beitragen und anregen, persönlich Verantwortung als Konsument*in zu übernehmen. Der Eintritt ist frei.

Ein Gemeinschaftsprojekt von:
Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V.
Ökumenisches Zentrum Oldenburg e.V.
Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V.

Weitere Informationen:
Christel Schwarz   - 0171 - 777 00 78
Ulrich Hartig        - 0157 - 74 50 33 27 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

*Eine Stimme für Gerechtigkeit!

Die Christliche Initiative Romero (CIR) setzt sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Ländern Mittelamerikas ein. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen in Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Honduras sowie die Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland. Ziel ist, durch solidarisches Handeln eine Brücke zwischen den Ländern des Südens und Deutschland zu schlagen. Im Sinne ihres Namensgebers, des 1980 ermordeten salvadorianischen Erzbischofs Oscar Arnulfo Romero, setzt sich die Christliche Initiative Romero gegen Ungerechtigkeitsverhältnisse ein und ergreift Partei für die Armen.

Die Verfolgung der Sinti und Roma in der NS-Zeit

Aus Niedersachsen nach Auschwitz

Ausstellung Stadtmuseum Oldenburg vom 20. Februar bis zum 19. März 2017
Di – So, 10 – 18 Uhr geöffnet. Montag geschlossen.

Eröffnungsveranstaltung

Am 20. Februar 2017 um 18.00 Uhr, Stadtmuseum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4 – 8, 26121 Oldenburg
Begrüßung Frau Bürgermeisterin Christine Wolff
Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V. und
Freundeskreis der Sinti und Roma in Oldenburg e.V., Christel Schwarz

Die Verfolgung der Sinti und Roma in Oldenburg.

Vortrag Dr. Hans Hesse

Einführung in die Ausstellung

Boris Erchenbrecher, Historiker

Musikalische Begleitung

Ensemble „Sinti-Swing Oldenburg“

Zusatzveranstaltungen siehe PDF

Die Ausstellung

Im März 2017 jährt sich die große Deportation der Sinti und Roma aus dem Deutschen Reich in das „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau. Die letzte Stufe ihrer Verfolgung durch das NS-Regime, der planmäßige Genozid, begann. Unter den über 13.000 deportierten Männern, Frauen und Kindern waren auch mindestens 700 Sinti aus Niedersachsen. Die Ausstellung nimmt den Jahrestag zum Anlass, um an das Schicksal der niedersächsischen Sinti unter dem NS-Regime zu erinnern.

Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Stufen und die Besonderheiten der Verfolgung der Sinti und Roma. Bereits 1938 und 1940 erfolgten planmäßig Verhaftungswellen, die für viele den Tod in Konzentrationslagern zur Folge hatten. Eingegangen wird auch auf die Problematik der Bestrafung der Täter und der Wiedergutmachung für die Opfer. Auch die Geschichte der „Zigeuner“ vor dem Nationalsozialismus wird anhand niedersächsischer Quellen dargestellt.

Gezeigt werden Dokumente, Schriftstücke und alte Fotografien, die von der Ausstellung erstmalig 2003 veröffentlicht wurden. Eine große Anzahl Zeitzeugen aus niedersächsischen Städten kommt auf den ausgestellten Tafeln zu Wort. DVD-Installationen zeigen Interviews mit Überlebenden und Arbeiten von Schülern.

Themen der Tafeln der Ausstellung

  • Geschichte der „Zigeuner“ in Niedersachsen
  • Leben und Arbeit in den zwanziger Jahren
  • „Zigeunerforschung“ in der NS-Zeit
  • „Erfassen“ und „Festsetzen“ als Voraussetzung der Deportation
  • Zwangsumsiedlung in kommunale Sammellager
  • Zwangssterilisationen an Sinti und Roma Juni 1938.
  • „Aktion Arbeitsscheu Reich“
  • Der polizeiliche Verfolgungsapparat
  • Die Deportation in das besetzte Polen 1940
  • Die Auschwitz-Deportation vom März 1943
  • Leben und Sterben im „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau
  • Sinti-Kinder als Deportationsopfer
  • Jugendliche Sinti in „Arbeitserziehungs- und Jugendschutzlagern“
  • Die finanzielle Ausplünderung der Deportierten
  • Spätere Deportationen nach Auschwitz
  • Protest und Hilfe
  • Überleben im Untergrund
  • Vernichtung und Überleben durch Arbeit
  • Das Inferno: Sinti und Roma in Bergen-Belsen
  • Der Umgang mit den Tätern nach 1945
  • In der Nachkriegszeit: Wiedergutmachung für die Opfer? ...und heute?

Anmeldungen

Schulklassen und Gruppen können sich für kostenlose Führungen durch einen Historiker anmelden.

Beratungsstelle für Sinti und Roma: 0511-79 60 61 oder 0157 - 74 50 33 27
oder 0157 - 74 50 33 27 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kontaktadressen:

Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V. Schaumburgstr. 3 - 30419 Hannover Tel. 0511/79 60 61 - Fax 0511/79 10 70

Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V. - Münichstraße 37, Tel. 0171- 777 00 78 - E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. Cloppenburger Straße 109, 26135 Oldenburg Mobil: 0157 - 74 50 33 27 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - www.fluchtmuseum.de

Die Ausstellung in Oldenburg wird gefördert von der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten

Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V. in Zusammenarbeit mit dem Historischen Seminar der Universität Hannover

Veranstalter*in: Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V. und Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V.

Gedenktag 27. Januar 2017

Veranstaltungshinweise zum Internationalen Tag
des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Hier sind die im Internet gefundenen Termine, die neben unserer Veranstaltung am 27.01.2017 (der Kranzniederlegung am Gedenkstein am Friedhofsweg und einer Veranstaltung diesmal im Hüppesaal des Stadtmuseums) in Oldenburg stattfinden.

Der Veranstaltungsflyer aus Bremen ist hier herunter zu laden (Termine ab 11.01.2017).
Wem Hamburg nicht zu weit ist: hier der Flyer Woche des Gedenkens


 Sonntag 06.01.2017 | 20:00 – 22:00, Bei Beppo, Auguststr. 57, Oldenburg

Filmveranstaltung Olga Benario

Olga Benario ist 31 Jahre alt, als sie ins KZ Ravensbrück kommt. Ravensbrück liegt bei Fürstenberg/Havel in Brandenburg, ca. 1 Stunde von Berlin. Ravensbrück, das steht für das größte Frauenkonzentrationslager im Deutschen Reich. In unmittelbar Nähe liegt das für junge Mädchen eingerichtete KZ Uckermark. 34 Jahre alt ist Olga, als sie mit jüdischen Mithäftlingen in die „Heil- und Pflegeanstalt“ Bernburg verbracht und vergast wird.

Veranstalter*in: DKP Oldenburg dkp-oldenburg.de/


 

Samstag 21.01.2017 | 10:00 – ca.16:00 Uhr – Gedenkstätte Esterwegen,
Hinterm Busch 1, 26897 Esterwegen

Gedenktag Esterwegen - Erinnerung an ein KZ im ver.di Bezirk Weser-Ems

Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit und ist bis heute ein Symbol für den Holocaust in Europa. Das Vernichtungssystem schlug sich in allen Teilen des gesellschaftlichen Lebens nieder und die rund 1000 Konzentrations- und Nebenlager verteilten sich über das gesamte Deutsche Reich und die besetzten Gebiete. Auch im Landkreis Emsland, wo wir täglich arbeiten, spazieren gehen oder politisch aktiv sind, hat der Nationalsozialismus Spuren hinterlassen. Am 21.01.2017 wollen wir die Gedenkstätte Esterwegen - 50 Kilometer entfernt von Oldenburg - besuchen. Es wird Raum geben für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Lager in Weser-Ems, dem Gedenken an die Opfer und einer Reflexion der Erinnerungskultur heute.

Anmeldung bis 13.01.2017: www.verdi.de/esterwegen, Infos: 0441 98 08 05-0
Der Tag wird von den pädagogischen Mitarbeiter_innen der Gedenkstätte begleitet. Wir erarbeiten uns durch Vorträge, eine Führung übers Gelände und den Besuch der Ausstellung gemeinsam die Geschichte. Ein kleiner Mittagsimbiss ist ebenfalls eingeplant.

Treffpunkt um 10:00 Uhr vor dem Eingang der Gedenkstätte. Die Anreise ist selbst zu organisieren.

Veranstalter*in: Gewerkschaft Verdi Oldenburg


Donnerstag 26.01.2017 | 19.00 Uhr, Café Herz, Stedinger Straße 26, Oldenburg-Osternburg

Das Phänomen Anne Frank

 David Barnouw, Amsterdam/NL, kommt nach Oldenburg!

 

Anne Frank, 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet, ist das wohl bekannteste Holocaust-Opfer. Ihr Tagebuch ist weit über 20 Millionen Mal verkauft worden. Etwa eine Million Menschen besuchen jährlich das Hinterhaus in Amsterdam, in dem sich die Familie Frank von 1942 bis 1944 versteckt hielt. Der Historiker David Barnouw ist Mitherausgeber der wissenschaftlichen Ausgabe von Anne Franks Tagebuchtexten und beschäftigt sich seit vielen Jahren umfassend mit Anne Frank. Er zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich das Schicksal des von den Nazis ermordeten jüdischen Mädchens in der Nachkriegszeit dargestellt wurde. Das Tagebuch der Anne Frank ist in verschiedenen Fassungen publiziert worden, und man hat Anne Franks Leben und Schicksal immer wieder anders verstanden und politisch instrumentalisiert. So nahm man Anne Frank in den ersten Jahrzehnten nach dem Erscheinen des Tagebuches nicht als junge Jüdin, sondern als ein unter anonymen Bedrohungen stehendes Mädchen wahr. In der DDR erschien eine Dokumentation der DEFA, die sich nicht mit der Person selbst, sondern mit den kapitalistischen deutschen Kriegs-verbrechern beschäftigte. Immer wieder wurden in der Bundesrepublik und in anderen Ländern auch Stimmen laut, die öffentlich Zweifel an der Echtheit des Textes äußerten.

Das Buch stellt Wahrnehmung und Wirkung Anne Franks umfassend dar und fragt nach den Motiven hinter den vielen Projektionen.

Eintritt frei, Spenden willkommen

Veranstalter*in: Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. www.fluchtmuseum.de/


Freitag, 27.1.2017 |12.00 Uhr, Gedenkstein, Friedhofsweg beim ehemaligen Ziegelhof

Treffen am Gedenkstein

zur Erinnerung an die 74 von den Nationalsozialisten deportierten und ermordeten Oldenburger Sinti und Roma und aller Opfer des Holocaust,

anschließend ab 14.00 Uhr | Hüppesaal im Stadtmuseum


 

Freitag, 27.1.2017 | 18.30 Uhr, Forumskirche St. Peter

„Zuflucht“

Ökumenisches Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Veranstalter*in: www.forum-st-peter.de/


Sonntag, 29.01.2017 | 11:15 Uhr, Muvi 12€ inkl. Imbiss, Bahnhofstraße 11 Filmmatinée

Die Widerständigen „also machen wir das weiter ...“

Deutschland 2015, 87 Min.
Regie: Ula Stöckl & Katrin Seybold

Veranstalter*in: Kino CineK, akademie-oldenburg.de   Gesellschaft für Christl.-Jüd. Zusammenarbeit Oldenburg e.V.


Mittwoch, 25.01.2017 | 10:00 - 11:30 Uhr, Kulturzentrum PFL
Living History

Auf einmal ist Geschichte
so nah!

Schülerinnen und Schüler des Herbartgymnasiums präsentieren ihre Forschungen zur NS-Euthanasie in Oldenburg und geben Einblicke in ihre Beweggründe und Erkenntnisse. Begleitet hat sie bei ihrer Arbeit der Historiker Ingo Harms.
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Freitag 27.01.2017 | 19:00 Uhr Kulturzentrum PFL
Living History

Die Verbrechen an Kindern
in der NS-Zeit

Den NS-Programmen zur Vernichtung »lebensunwerten Lebens« vielen bis 1945 mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche zum Opfer. Sie wurden für Experimente missbraucht und ihre Organe für Forschungszwecke verwendet.
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Dienstag 31.01.2017 | 19:00 Uhr Kulturzentrum PFL
Living History

Von der NS-Euthanasie bis
zur aktuellen Debatte um Sterbehilfe

Seine Forschungen, vor allem zur Medizin im Nationalsozialismus, machen Dr. Michael Wunder zum Kritiker in den Debatten um Sterbehilfe. Im Anschluss an seinen Vortrag erläutert er seine Haltung im Gespräch mit dem Historiker Dr. Ingo Harms.

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Mittwoch 01.02.2017 | 19:00 Uhr, Casablanca
Living History

Ich werde nicht schweigen

Sondervorführung einer ZDF/Arte Spielfilm-Produktion zur NS-Euthanasie. Im Anschluss diskutieren die Regisseurin Esther Gronenborn und der Historiker Dr. Ingo Harms über die Euthanasie im Nationalsozialismus, den Film und die Dreharbeiten in Wehnen.

Veranstalter*in der Living History: Stadt Oldenburg, Kulturbüro, Projektleitung Erinnerungs- und Gedenkkultur www.oldenburg.de/kultur und Gedenkkreis Wehnen e.V. www.gedenkkreis.de

Programm LIVING HISTORY 1 und 2


Von Opfern, Zivilcourage und Überforderung,

Lebend(ig)e Geschichte(n)

Die deutsche Erinnerungskultur verändert sich, auch durch den Wandel unserer Gesellschaft in eine Migrationsgesellschaft. Unser Geschichtsnarrativ ist nicht mehr das einzig gültige. Die Perspektiven von Geschichtsschreibung sind kulturell differenzierter und die Geschichtsvermittlung in der politischen Bildung ist interkulturell.
Die Beschäftigung mit dem Holocaust kann dabei über unterschiedliche nationale Geschichtskulturen hinweg zum gemeinsamen Referenzpunkt werden, wenn es darum geht die Mechanismen zu verdeutlichen, unter denen eine Gesellschaft verbrecherisch wird und ihre Übereinkünfte darüber aufgibt, was gut, böse, rechtens und kriminell ist.
Das Projekt „Von Opfern, Zivilcourage und Überforderung“ beginnt im Januar mit der Ausstellung „Deine Anne, ein Mädchen schreibt Geschichte“ und wird bis Juni in unterschiedlichen Formaten einen Bezug zu der heutigen Situation von Flucht, Zuwanderung und Abschiebung herstellen. Themen sind u.a. Zivilcourage, Rechtsradikalismus, demokratische Teilhabe und Gleichberechtigung.

Veranstalter*in der Lebend(ige) Geschichte(n): Jugendkulturarbeit Oldenburg e.V., cine K, Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V

Programm Lebend(ige) Geschichte(n)

 

Film Uppbrott und Katitzis Kommentar

Wenn ihr den perfekt restaurierten Film von 1948 seht und vorher den Text aus dem 13. Buch Katarina Taikons mit dem gleichnamigen Titel: "UPPBROTT" vergleicht, bekommt ihr eine Ahnung, was die Bücher für Kinder und Jugendliche ausmachten.

(Arne ist der Regisseur Arne Sucksdorff)

S.27-29 „Wie eine Blume!“ Arne zeigte, wie er sich die Tanzbewegungen vorstellte, streckte die Arme nach oben und ließ sie sich langsam ausbreiten in dem Versuch, die Bewegungen eines sich öffnenden Blütenblattes nachzuahmen, während er sich gleichzeitig ungeschickt im Kreise drehte. Mit der Pfeife im Mund und dem Manuskript in der Hand glich er am allerwenigsten einer taufrischen, knospenden Rose, die sich in der Sonne voll entfaltet. Die Choreografin, würdevoll wie eine Königin, konnte sich das Lachen verkneifen. Aber nur mit Mühe.
„Mädchen“, sagte Arne. „Dies ist Birgit Cullberg. Sie soll euch Romatänze tanzen lehren.“
„Du bist nicht klug, du. Sie ist doch keine Roma. Sie ist ja eine Gadsche (gaji). Sie kann uns doch nicht unsere Tänze lehren“, rief Katitzi aus. Rosa war auch verwundert, aber sie sagte nichts.
Birgit Cullberg sah selber skeptisch aus.
„Niemand hat bisher einen solchen Film gesehen wie den, den wir machen. Der wird perfekt werden, glaubt mir. Birgit ist eine Toppkraft. Sie wird Wunder bewirken. Glaubt mir.“
Arne schaute sie treuherzig an.
 „Oj, oj. So was habe ich schon mal gehört“, brummelte Katitzi.
 „Das Mädchen hat recht. Ich bin keine Romnja und auch keine Expertin für Romatänze. Aber wir können das Beste aus der Situation machen.“
Birgit setzte das Grammofon in Gang, und ein ungarischer Csardas erfüllte den Raum mit Musik.
 „Fang an, Katitzi.“
Und Katitzi tanzte einen ‚romano kelimos’, einen Romatanz. Arne räusperte sich.
 „Naja, das ist nicht so ganz das, was ich mir gedacht habe. Du verstehst, ich arbeite mit einer Blume, parallel zu Katitzis Tanz. Die sollen gleichzeitig ausschlagen…“
„Jaaah, ich glaube, ich verstehe. Arne, lässt du mich bitte das Manuskript sehen?“
Zur Überraschung von Katitzi und Rosa schien Birgit zu verstehen, worüber Arne sprach.
„Tja, das Manuskript ist noch nicht ganz fertig.“ Arne wand sich. „Ich glaube, wir sollten improvisieren, wenn wir es mit einem Naturvolk zu tun haben…Aber du kannst die Blume sehen…“
„ Er spinnt“, flüsterte Katitzi.
„Er ist Künstler. Du weißt…“
„…dass die spinnen, ja.“

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